Letter No. 6.

Liebes Cyberspace,

ich war nicht zuverlässig und habe dich in Stich gelassen. Es sind 12 Tage her, seit ich dich das letzte Mal besucht hatte und obwohl ich diese Abwesenheit so kurz wie möglich fassen wollte, habe ich sie dennoch um eine Woche ausgebreitet, was verschiedene Gründe hat.

Faul war ich jedenfalls nicht. Ich kam nicht dazu. Ich habe gelernt, mir den Arsch aufgerissen und habe seit Schulbeginn eigentlich jeden Tag mich angestrengt. Ich imponiere mir wieder selbst- der Erfolg, den ich dadurch bekomme, spornt mich an und treibt mich weiter. Die Misserfolge sind Herausforderungen, die es zu überwinden gilt. Darauf freue ich mich im 2. Halbjahr.

 Meinen Blog werde ich jedenfalls nicht diszipliniert führen können, aber für meine 4 Kategorien werde ich einen Zeitplan erstellen, den ich hoffentlich erfüllen werde.

Montag:               Briefe an die Welt

Mittwoch:              Crazy TV Watcher

Freitag:                Melancholy + Philosophy (ehemals Mein Leben und ich) 

Sonntag:               Movie Junkie

 

Also liebes Cyberspace auf eine weitere gute Zusammenarbeit :P

 

Sincererly,

 

Lux 

20.1.14 20:47, kommentieren

Harte Bandagen für den Fan: Grey´s Anatomy fängt wieder an.

Ich verstehe nicht, wie das passieren konnte. Meine absolute Lieblingsserie Grey´s Anatomy, die ich seit Jahren schaue, die mich zum Serienjunkie gemacht hat und in mir eine wahre Obsession ausgelöst hat, langweilt mich, nervt und stört mich zur Zeit nur. Alle Entwicklungen, die gemacht werden, sind kopflos, bescheuert und können nicht darüber hinweghelfen, dass sich Greys Anatomy immer mehr in eine billige Soap verwandelt. Das einstige Drama von früher ist nun einfach nur noch langweilig und kann nicht mehr fesseln und berühren. Doch woran liegt diese schreckliche Entwicklung, die Greys Anatomy durchgemacht hat? Hier kommen meine Gründe, warum ich immer mehr am Verzweifeln bin.

1) Unglaubwürdigkeit

Das war zwar schon immer ein großes Problem in der Serie- ich meine, in welcher Stadt finden zwei Amokläufe hintereinander statt, wo gibt es ein Fährenunglück, einen Flugzeugabsturz und eine Bombe in einem Krankenhaus??-, aber das hat mit der nun startenden zweiten Hälfte von Greys Anatomy überhand genommen. Welche Ärzte verklagen schon ihr eigenes Krankenhaus bzw. arbeiten dort weiter? In diesem Falle sind es Ärzte, die sich mit dem Krankenhaus verbunden fühlen und es eigentlich lieben. Jetzt haben sie es verklagt und jetzt musste AUSGERECHNET das Krankenhaus und nicht dessen Versicherung für den Schaden aufkommen und steht vor dem Bankrott (Spoiler!). Jetzt kaufen sie es noch mal schnell, damit sie als Vorstand das ganze Krankenhaus gerettet haben und sich auch so aufspielen können. Und das ist ja für alle okay- denn was gibt es besseres als ein Krankenhaus, geführt von Ärzten? Eine anständige entwickelte Storyline vielleicht? Und übrigens: Die nächste Katastrophe lässt auf sich in Form eines Sturms nicht lange warten.

2) Figurenentwicklungen

Bei Grey´s Anatomy kommen die Autoren mit ihren Figuren nicht zu Punkt und lassen die Figuren einfach schreckliche Entwicklungen haben.(Spoiler Staffel 10 So wird aus der knallharten Ärztin Bailey  eine neurotische, nervige Frau, die alle für ihre Probleme verantwortlich macht, nur sich selbst nicht ). Aus den besten Freundinnen Meredith und Cristina lässt man Feindinnen machen, nur damit man den Ausstieg von Sandra Oh interessant erklären kann. Und Arizona wird zur Betrügerin abgestempelt, nur damit man überhaupt etwas über ihre Figur aussagen kann. Viele der Geschichten um die Figuren sind leider auserzählt- Bailey, Webber und Cristina haben seit Ende der 8. Staffel eigentlich keine interessante Geschichte mehr gehabt und wirken in letzter Zeit oft fehl am Platz. Und die wirklich interessanten Geschichten über die Figuren für den Zuschauer werden einfach nicht weiterverfolgt- man hätte so viel mehr über Arizonas Trauma herausholen können. Doch stattdessen legt man den Fokus auf andere Geschichten, die nicht diese Tiefe haben könnten.

3) Storylines

Wie bereits gesagt, die Geschichten werden immer schlechter und einfallsloser. Außerdem wiederholen sie sich: Psychisch kranke Ärzte wie Bailey gab es bereits in Staffel 4, Ärzte, die mit ihrer Rehabilition zu kämpfen hatten wie Webber in Staffel 7 und 6 und Familienangehörige, die kommen und alles aufwühlen eigentlich beinahe in jeder Staffel (Alex und sein Vater Jimmy momentan in Staffel 10). Und wenn das Krankenhaus zweimal eine Namensänderung durchlebt, muss man sich wirklich fragen, ob die Autoren uns gerne diese Wiederholungen präsentieren. Apropos Wiederholungen: Die neuen Anfänger Jo, Stephanie, Heather, Leah und Shane sind alle austauschbar und können eigentlich nur im Ansatz überzeugen. Heather, die einzige, die ich gut fand, lassen sie mal eben sterben und der Rest darf mit den Oberärzten vögeln. Wie einfallsreich.

4) Shippbeziehungen verzweifelt gesucht!

Ich kann eignetlich keine der momentanen Beziehungen bei Greys Anatomy mehr shippen- keine überzeugt mich von grundauf, keine lässt mein Herz schneller schlagen, keine lässt mich mitfiebern. April und Jackson sind ein absolut schreckliches Paar, da Jackson unter April immer leidet und April eine egoistische Nervensäge geworden ist, die nicht weiß, was sie will. Jo und Alex sind zwar auf einem guten Weg, aber von Jo bin ich nicht komplett überzeugt und sie erinnert mich zu sehr an Izzie, als dass sie alleine überzeugen könnte. Meredith und Derek sind ausgelutscht, Crowen ist Geschichte und Calzona hat mich nie wirklich begeistert, da mir immer eine der beiden sehr unsympathisch war. 

 

Heute beginnt die 2. Hälfte der 9. Staffel auf Pro7 und danach gehts weiter mit Staffel 10. Ich will euch nur vorwarnen, was passiert, aber nun ja- seht selbst. Viel Spass beim Schauen- oder auch nicht.

 

8.1.14 11:48, kommentieren